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Denkmalschutz & Sanierung historischer Gebäude

Wenn man an historische Gebäude denkt, kommen einem Kirchen, Schlösser und Villen in den Sinn. Tischlermeister Johannes Baartz verhilft auch Gulfhöfen, Landarbeiterhäusern, Fehnhäusern oder Bummerts (alte ländliche Doppelhäuser) zu einem neuen Gesicht – denn neben dem Bau von Möbeln bis zum Wintergarten hat er sich auf die Instandsetzung historischer Häuser spezialisiert.

Zu den besonderen Herausforderungen gehört es, Bauelemente nach den Vorstellungen der Kunden wieder so restaurieren, dass sie sowohl dem Brandschutz, dem Denkmalschutz, der energetischen Einsparverordnung und nicht zuletzt dem Einbruchschutz gerecht werden

Preise der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gewonnen

An alten Fenstern, Türen, Kirchenbänken, Emporen, Böden, Treppen oder Butzen hat der Betrieb seinen handwerklichen Abdruck in der mehr als 80jährigen Firmengeschichte hinterlassen.

» Artikel aus „Norddeutsches Handwerk“, 12. Februar 2015

Einige Projekte haben bereits Preise von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gewonnen. Darunter ein Gulfhof in Grotegaste, ein Armenhaus in Groß Midlum oder ein altes Fischerhaus in Ditzum. Ein größerer Auftrag war die Sanierung der abgebrannten Kirche in Jemgum.

Sanierung der abgebrannten Kirche in Jemgum

Fenster mit Bleiverglasungen, Türen, die Kanzel, der Orgelboden und Emporen wurden wieder hergerichtet. „Wo andere mit Spax und Torx arbeiten, mussten wir mit alten Leimen und Holznägeln ran“, erzählt er. Anhand von Fotos wird die vorhandene Substanz genau dokumentiert und akribisch wieder aufgearbeitet, „mit jedem Fehler und jeder Eigenheit, die dazugehört“.

Beispielsweise werde Glas verwendet, welches dem mundgeblasenen von früher einschließlich der Luftlöcher entspreche. Oder Sprossen mit den gleichen „falschen“ Höhenunterschieden angesetzt, wie diese im Original angebracht waren. Verschollene Elemente können auf der Grundlage alter Fotos rekonstruiert werden. Keine leichte Aufgabe, denn das Thema Denkmalschutz ist sensibel. „Da wird um jeden Millimeter diskutiert“, erklärt Baartz. Man könne sich dann ungefähr vorstellen, mit wie viel Herzblut man an seine Arbeit gehen müsse: „Alte Gebäude sind nicht unbedingt für ihre geraden Wände bekannt.“

Denkmalschutz: Sanierung eines Gulfhofes aus dem 19. Jahrhundert

Schon von Weitem leuchten der rote Stein und die weißen Stuckarbeiten an der Fassade: Ein großer, historischer Gulfhof (Baujahr 1889) im südlichen Ostfriesland wurde einer grundlegenden Sanierung unterzogen.

Weitere Informationen zum Praxisbeispiel Denkmalschutz (PDF)

Die Tischlerei Baartz verfügt über einen Fundus architektonischer Besonderheiten

Über die Jahre hat Johannes Baartz von jedem instandgesetzten Bauelement Zeichnungen angelegt und archiviert. Ein Fundus architektonischer Besonderheiten, mit dem er heute wuchern kann. „Ein Erfahrungsschatz, mit dem man dem erfahrenen Handwerksmeister im Denkmalschutz so leicht nichts vormachen kann.

Denkmal-Handwerker-Preis 2020 in Niedersachsen / Denkmaleigentümer und Handwerker geehrt

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